Ja, haben wir denn schon schon wieder den 1. April?

Crash-Guru fordert Urlaubsverbot für Deutsche

Der Wormser Wirtschaftsforscher Max Otte hat in einem Interview mit dem „Berliner Kurier“ ein Reiseverbot für Deutsche vorgeschlagen. Die Belastung der Sozialkassen durch die Wirtschaftskrise sollen diejenigen, die noch Arbeit haben, Otte zufolge durch höhere Abgaben mitbezahlen.

Als Geldquelle hat der Professor die Urlaubskassen der Verbraucher ausgemacht: „Wenn die Deutschen 40 Milliarden Euro jedes Jahr durch Reisen im Ausland ausgeben, könnte das durch ein Reiseverbot beschränkt werden“, sagte Otte der Zeitung.

Wie abgehoben muss man eigentlich sein, um sich mit derartigen "Vorschlägen" ernsthaft zu Wort zu melden? Schon jetzt ist die Abgabenquote in Deutschland/Österreich dermaßen hoch, dass sich zu Recht viele Kleinverdiener fragen, ob sich Arbeit noch lohnt. Die "Solidar-Gemeinschaft" ist längst zu einer Einbahnstraße geworden, auf der kräftig umverteilt wird - zu Lasten der Arbeitenden. Welche Abgabenquote soll es denn werden? 100%? Die totale Enteignung mit anschließender weiser Umverteilung durch Beamte, die glücklicherweise besser als unserein wissen, was mit dem abgepressten Geld geschehen soll?

Davon abgesehen ist diese "Idee" ohnehin völliger Unfug in einer globalisierten Welt. Angenommen, diese Idee würde umgesetzt und die deutschen Touristen blieben weltweit aus, so bedeutete dies einen erheblichen Einbruch der Einnahmen traditioneller Urlaubsländer wie Österreich, Italien oder Spanien. Was würde dies bedeuten? Ganz einfach: Weniger Einnahmen der betroffenen Gebiete, somit weniger Ausgaben. Wer ist der wichtigste Handelspartner der meisten europäischen Länder? Deutschland. Wen würden weniger Importe am härtesten treffen? Genau: Den Exportweltmeister Deutschland!
Die Milchmädchenrechnung mit den 40 Milliarden würde sich als wirtschaftliche Katastrophe erweisen: Zwar würden diese Milliarden in den Sozialtöpfen landen, doch andererseits wären die wirtschaftlichen Folgen verheerend. Tausende und Abertausende Arbeitsplätze würden abgebaut werden müssen, zig tausend Sozialhilfeempfänger mehr, dadurch stärkere Belastung der Kassen, etc.
Was könnte man als Nächstes noch einkassieren? Die Sparguthaben der Arbeitenden?

Ernsthaft: Wieso wird ein hirnverbrannter Unsinn nach dem anderen durch die medialen Dörfer gejagt, statt neue, noch dazu einfache Lösungen wenigstens anzudenken?

PS: Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass "Verbot" anscheinend eines der Lieblingswörter des Deutschen zu sein scheint?